Jeder Werbetreibende möchte möglichst viel Erfolg mit Werbeanzeigen erzielen. Internetnutzer legen Wert auf ihren Datenschutz. Ein Widerspruch?

Webseitenbetreiber und Onlineshop-Inhaber wissen, dass Werbeanzeigen dem Datenschutz entsprechen müssen. Doch um möglichst viel Erfolg zu erzielen, werden Abstriche gemacht. Eine von Ipsos im Auftrag von Google durchgeführte Studie, bei der etwa 7200 Menschen befragt worden sind, kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Eine gute Anzeigenstrategie berücksichtigt den Datenschutz

Die Studie zeigt, dass es ganz klar auf die verfolgte Anzeigenstrategie ankommt und dass digitales Marketing Datenschutzwünsche durchaus berücksichtigen kann, sodass die Unternehmensziele erreicht werden und die Interessen der Nutzer am Schutz ihrer Daten gewahrt werden. Können die Nutzer einem Unternehmen vertrauen, haben sie keine Zweifel, ihre personenbezogenen Daten mitzuteilen. Die Nutzer wollen erfahren, wofür ihre Daten erhoben werden und was sie dafür bekommen. Diese Nutzerwartung wird leider nicht von allen werbetreibenden Unternehmen erfüllt.

Idealerweise sollten Unternehmen mehrere wichtige Grundprinzipien berücksichtigen, um das Vertrauen der Nutzer langfristig gewinnen zu können.

Mit Datenschutz einen Mehrwert bieten

In der Studie wird deutlich, dass Nutzer generell viel von Werbung erwarten und sich Mehrwerte wünschen. Sie sind durchaus bereit, die Daten herzugeben, möchten im Gegenzug aber erfahren, wofür sie das tun und Vorteile erhalten. Werbung wird zum Erlebnis, das auf die Interessen des Kunden zugeschnitten sein soll.

Für den Nutzer ist auch der Zeitpunkt wichtig. Je näher er vor der Kaufentscheidung steht, desto mehr empfindet er auf ihn zugeschnittene Werbung hilfreich und nützlich.

Werbeanzeigen können Mehrwerte für den Nutzer bieten und erfolgreich sein. First-Party-Daten sind dazu sehr hilfreich. Der Kunde teilt diese Daten gezielt mit dem Unternehmen. Mit diesen Daten kann das Unternehmen den Kunden besser verstehen und seine Anzeigen an den Bedürfnissen ausrichten.

Nutzer wollen aktiv einwilligen

Nutzer nehmen Marketing dann als seriös wahr, wenn sie aktiv und freiwillig in die Nutzung ihrer Daten einwilligen. Anrufe oder Werbung, die man nicht autorisiert erhält, empfinden Empfänger als störend, belästigend und zeitraubend.

Je transparenter ein Unternehmen wirbt, desto eher wird es mit dem Vertrauen der Nutzer belohnt. Kunden und Nutzer wünschen sich, dass Unternehmen mitteilen, welche Daten sie zu welchem Zweck erheben.

Die Kontrolle abgeben

Die Nutzer möchten gerne wissen, was mit ihren Daten geschieht und selbst entscheiden, wann und wem sie diese geben. Hat der Kunde die Kontrolle, ist er offen für ein positives Werbeerlebnis und kann eine Beziehung zum Unternehmen aufbauen. Auch das nicht zu lassen von personalisierter Werbung ist für den Nutzer wichtig. Er selbst möchte entscheiden, was er wann zulässt und was nicht.

Datenschutz hat eine wichtige Funktion für jeden Nutzer und Werbetreibende können sich darauf einstellen, dass die Priorität in den kommenden Jahren eher noch steigen wird. Ein verantwortungsvoller Umgang mit den erhobenen Daten, ist dabei der kleinste gemeinsame Nenner.

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